Verzögerung der Fahrplanumstellung im ÖPNV – GfE fordert Konsequenzen

Wie jetzt zu erfahren war, liegt der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) in Hannover bis heute überhaupt noch kein Antrag der Stadtverkehr Emden GmbH (SVE) bezüglich der geplanten Fahrplanumstellung vor. Über dieses Thema wurde aber schon am 28.05.2019 im Rat gesprochen und die SVE beauftragt, einen entsprechenden Antrag bei der LNVG zu stellen.
Weshalb ist die SVE diesem klaren Auftrag nicht nachgekommen?
Die GfE fragt sich, wer dies zu verantworten hat? Die Geschäftsführung der SVE oder die Stadtwerke Emden GmbH als Muttergesellschaft. Auf jeden Fall müssen aus dem Vorgang Konsequenzen gezogen werden. Schon bei der Einführung des neuen Busfahrplanes kam es zu vielen Irritationen in der Bevölkerung und im Schülerverkehr. Wie leider so oft fehlte in Emden ein im Voraus erarbeitetes Konzept.
Im Übrigen lässt sich in den letzten Monaten in der Verwaltung eine Tendenz zu einer – vorsichtig ausgedrückt – gewissen „Ermüdungserscheinung“ beobachten. Sind das die Auswirkungen zum Ende der „Ära Bornemann“? Gerade in der Arbeit des Rates der Stadt Emden fällt auf, dass Protokolle über Ausschuss- und Ratssitzungen nicht zeitnah in den Rats- bzw. Bürgerinformationsdienst eingestellt werden. Dies macht ein effektives Arbeiten des Rates fast unmöglich. Selber aus der Verwaltung kommend (Landesfinanzverwaltung NRW) habe ich einen Blick für die guten Leistungen, aber auch für die Bequemlichkeiten, die sich im Laufe der Zeit einstellen.
Dem neuen Verwaltungsvorstand ist eine glückliche Hand bei der Besetzung oder evtl. auch Neubesetzung der entsprechenden Stellen zu wünschen. Dies sollte auch für einen neuen Stadtplaner gelten, nachdem in den letzten Jahren die Bewerber es nur jeweils ein Jahr in Emden ausgehalten haben. Vielleicht sollte man den Grund eher in den verkrusteten Hierarchien der Verwaltung suchen.
Rainer Mettin Ratsherr der GfE 3.8.19