Pressemitteilung zum Tiefgang im Emder Hafen

Die Tatsache, dass der Tiefgang im Emder Hafen – insbesondere an den Schiffsliegeplätzen im Bereich der ehemaligen Thyssen-Nordseewerke – zu niedrig ist, ist schon länger bekannt. Deshalb kann ein Kreuzfahrtschiff dort für notwendige Reparaturarbeiten nicht festmachen, was wiederum Einbußen für die Hafenwirtschaft nach sich zieht. Die Wählergemeinschaft GfE möchte erreichen, dass sich alle Verantwortlichen zusammentun und Druck auf die Bundes- und Landesregierung ausüben, um die für die Betriebsfähigkeit des Emder Hafens gebotene Wassertiefe wieder herzustellen und dauerhaft beizubehalten. Es kann und darf nicht sein, dass wegen fehlender 20 cm ein Schiff nicht repariert werden kann, wenn all anderen Voraussetzungen, logistsich und fachlich, stimmen. Dies bedeutet einen Imageverlust für den gesamten Hafenbetrieb, der mittlerweise zum größten Arbeitgeber in der Region geworden ist.
Der Hinweis der Landesregierung, dass „der Seehafen Emden einen sehr guten Ruf hat, weil er die Nummer drei in Europa, was den Autoumschlag angeht, ist“ darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Großteil dieses Umschlags außendeichs stattfindet. Es müssen ja nicht alle Hafenflächen den höheren Tiefgang haben, aber gerade im Industriehafen ist es nach Meinung der GfE unabdingbar. Vielleicht wäre ja auch der seinerzeit von der Firma Amprion ins Gespräch gebrachte, aber wieder aufgegebene Vorschlag einer Verfüllung des Jarßumer Hafens eine Möglichkeit, den anfallenden Schlick nutzbringend für die Schaffung weiterer Industrieflächen zu verwenden. Die GfE-Fraktion fordert alle für den Bereich der ostfriesischen Halbinsel zuständigen Bundestags- und Landtagsabgeordneten auf, sich für das gemeinsame Projekt einzusetzen und die Kosten für die notwendige Vertiefung einzufordern.

Fährverbindung Emden / Delfzijl

Mit großem Unverständnis nimmt die GfE die Stellungnahme des OB und des Stadtbaurates der Stadt Emden zu einer Fährverbindung zwischen Emden und Delfzijl zur Kenntnis.

In zahlreichen Gesprächen mit den Vertretern des Einzelhandels in Emden haben wir darüber gesprochen, wie wichtig es für Emden und Ostfriesland ist, das Marktpotential zu vergrößern. Dazu gehört es Anreize für den Tourismus zu schaffen und die Randlage für Emden und Ostfriesland zu beenden.

Die Begründung des OB`s für die Ablehnung einer solchen Fährverbindung ist aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht nachvollziehbar. Es sollte nicht sein, dass unser Oberbürgermeister der Stadt Emden durch diese Entscheidung die Regionen Emden und Ostfriesland, in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung, ausbremst. Das ist die negative Ausnutzung der besonderen Position von Emden, die gegen Ostfriesland und Emden selbst gerichtet ist. In diesem Fall, Kirchturmdenken wie aus dem Mittelalter.
(Zumal wir es in der Nachbarstadt Leer sehen können, wie wichtig die Kunden aus Holland für den Einzelhandel sind. Der Stadt Leer dadurch erhebliche Steuermehreinnahmen beschert werden.)

Noch weniger Verständnis hat die GfE für diese Handlungsweise des Oberbürgermeisters, beruht sie doch auf der Tatsache, dass er keine Probleme hat dem Landkreis Aurich mal so aus Gründen der Partnerschaft, 20% der Kostenanteile am geplanten Klinikum zu erlassen. Bedeutet Millionen von Steuergeldern Emder Bürger werden ohne einen echten Nutzen dem Landkreis Aurich geschenkt.

Der Vorschlag von der GfE ist, dass sich die Wirtschaftsförderung der Stadt Emden unverzüglich mit dem Landkreis Aurich, den Städten Norden und Aurich in Verbindung zu setzen, um durch ein gemeinsames Handeln zu  erarbeiten, wie sich diese Fährverbindung realisieren lässt.

Diese Fährverbindung ist nicht isoliert für Emden zu sehen sondern sie verbindet die Halbinsel Ostfriesland mit dem Nachbarland Holland. Das nutzt den Menschen und dem Handel. Das bedeutet die Garantie für eine starke volkswirtschaftliche Nachhaltigkeit und Nutzen. Das auf beiden Seiten des Dollarts.

Es ist an der Zeit, Emden und Ostfriesland braucht diese Verbindung und neue Ideen.

Hinderikus Broer
Emden, d. 18.02.2017