Kategorie: Emder Krankenhaus

  • NDR 3 Fernsehteam in Emden vor Ort

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    Das Fernsehteam der Sendung „MARKT“ (lĂ€uft immer Montags um 20:15 Uhr im dritten Programm, N3) war heute auch in Aurich und Emden unterwegs. Zu dem Thema KrankenhĂ€user und die Corona Pandemie konnten Ärzte, die TrĂ€gergesellschaft, Politik und Vertreter unseres AktionsbĂŒndnisses zu Wort kommen. FĂŒr die Emder Politik standen Fraktionsmitglieder der GfE zur VerfĂŒgung. Es wird auch ein Vergleich mit dem Krankenhaus in NiebĂŒll dargestellt.
    Vertreter der KassenĂ€rztlichen Vereinigung sowie der Vorsitzende der Krankenhausgesellschaft werden in dem Bericht ihre Statements zu „weniger KrankenhĂ€user und zentralisieren“ oder „die kleinen HĂ€user behalten“, abgeben. Es wird spannend. Der Sendetermin steht noch nicht fest.
  • GfE will mit Veröffentlichung ihrer AntrĂ€ge zum Emder Krankenhaus mehr Transparenz fĂŒr betroffene BĂŒrger schaffen

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    GfE will mit Veröffentlichung ihrer AntrĂ€ge zum Emder Krankenhaus mehr Transparenz fĂŒr betroffene BĂŒrger schaffen

    Emden. Die Emder WĂ€hlergemeinschaft „Gemeinsam fĂŒr Emden“, GfE, hat in den vergangenen Wochen mehrere AntrĂ€ge an den OberbĂŒrgermeister der Stadt Emden gestellt. Es geht dabei um mögliche negative wirtschaftliche Auswirkungen fĂŒr die Stadt durch die Schließung des Emder Krankenhauses, die Wiederinbetriebnahme der Kinderstation im Emder Krankenhaus sowie um die Notfallversorgung bis zur Inbetriebnahme der Zentralklinik. „Im Sinne grĂ¶ĂŸtmöglicher Transparenz fĂŒr den BĂŒrger in diesen fĂŒr ihn relevanten Themenbereichen haben wir uns entschlossen, den kompletten Antragsschriftverkehr samt Antworten der Stadt zur Veröffentichung zur VerfĂŒgung zu stellen,“ erklĂ€rt GfE-Sprecher Rainer Mettin. 

    • GfE Antrag zur Tagesordnung der nĂ€chsten Ratssitzung im öffentlichen Teil Gutachten ĂŒber negative wirtschaftliche Auswirkungen nach einer Schließung des HSK fĂŒr die Stadt und Einwohner

    Sehr geehrter Herr OberbĂŒrgermeister Kruithoff,

    im Namen der GfE-Fraktion im Rat der Stadt Emden beantragen wir die Aufnahme des nachfolgenden Punktes in die Tagesordnung der kommenden Stadtratssitzung:

    Antrag:

    Beauftragung eines Gutachtens zur ÜberprĂŒfung von negativen wirtschaftlichen Auswirkungen bei einer Schließung des Emder Krankenhauses durch einen unabhĂ€ngigen Gutachter

    BegrĂŒndung:

    Bei der damaligen BDO-Machbarkeitsstudie ging es ausschließlich um die PrĂŒfung einer Zentralklinik und die Schließung der drei KrankenhĂ€user in Emden, Aurich und Norden. Eine WeiterfĂŒhrung des Emder HSK wurde nie geprĂŒft. Dem Rat und den Emder Einwohnern liegen keine Erkenntnisse vor, wie die wirtschaftliche Entwicklung nach einer Schließung des Emder Krankenhauses aussehen könnte und welche negativen Folgen diese mit sich zieht. Über 900 ArbeitsplĂ€tze gehen in Emden verloren durch die Abwanderung in den Landkreis Aurich. Eine nicht benennbare Anzahl von Betrieben in Emden wird teilweise durch eine Schließung des HSK durch Zulieferung, Reinigung usw. direkt und indirekt betroffen.

    Die GfE befĂŒrchtet, dass mit dem bereits bestehendem Ärztemangel durch das Wegfallen des HSK ein noch grĂ¶ĂŸerer Nachteil in der Gesundheitsversorgung fĂŒr die Emder Einwohner forciert werden könnte. Allein die am Krankenhaus angegliederten FachĂ€rzte haben sich wegen des Krankenhauses dort angesiedelt. Emden hat augenblicklich lediglich eine HNO- Arzt-Praxis, die mit Belegbetten im Emder Krankenhaus arbeitet.

    Laut damaligen Berechnungen wĂŒrde auch der Leerstand des HSK jĂ€hrlich eine Summe von ca. 350.000 Euro verschlingen.    

    • Erster Antrag der GfE im Mai 2020 zur Wiederinbetriebnahme der Kinderstation im Emder Hans-Susemihl-Krankenhaus

    Sehr geehrter Herr OberbĂŒrgermeister Kruithoff,

    Das Emder Krankenhaus ist, wie auch andere Kliniken im Lande, dazu aufgefordert worden den normalen Betrieb wieder hochzufahren.

    Die GfE fordert in diesem Zusammenhang vorrangig eine unverzĂŒgliche WeiterfĂŒhrung der Kinderabteilung im Emder HSK. FĂŒr Emder Familien ist es eine absolute Zumutung, ihre kranken Kinder in Aurich oder in anderen KrankenhĂ€usern in der Umgebung in Behandlung zu geben und dort besuchen zu mĂŒssen. Überdies hinaus genießt die Emder Kinderklinik weit ĂŒber die ostfriesischen Grenzen hinaus einen sehr guten Ruf.

    Da wir davon ausgehen mĂŒssen, dass Corona uns alle noch ĂŒber eine lĂ€ngere Zeit begleiten und vermutlich in Infektionswellen auftreten wird, sollte im Klinikum an einer dauerhaften Lösung gearbeitet werden, die es ermöglicht, Patienten mit hochansteckenden Erkrankungen wie dem Coronavirus, sicher zu versorgen. DafĂŒr sind aber andere RĂ€umlichkeiten, als die Kinderstation, sogar auf der gleichen Etage im HSK herzurichten!

    • Zweiter Antrag der GfE im August 2020 zur Wiederinbetriebnahme der Kinderstation im Emder Hans-Susemihl-Krankenhaus

    Die GfE fordert Sie als verantwortlichen Vertreter unserer Stadt und als Konsorte der TrĂ€gergesellschaft erneut auf, dafĂŒr zu sorgen, dass der Betrieb der Kinderklinik im HSK wieder aufgenommen wird.

    Es kann nicht sein, das fĂŒr vier bis fĂŒnf Corona-Patienten eine ganze Abteilung, in diesem Fall die Emder Kinderklinik, geschlossen wurde. Außerdem sollte Corona gerade in dieser Hinsicht nicht als Alibifunktion herhalten.

    Claus Eppmann als GeschĂ€ftsfĂŒhrer der TrĂ€gergesellschaft hat auf vielen Veranstaltungen ausdrĂŒcklich betont, dass alle vorhandenen Abteilungen in den jetzigen KrankenhĂ€usern bis zur Eröffnung einer Zentralklinik erhalten bleiben. Bislang steht noch die Frage der ZuschĂŒsse fĂŒr die ZK im Raum – aber die Kinderklinik wird einfach schon geschlossen! Ein MVZ ersetzt keine Fachabteilung, das zeigt jetzt bereits die negative Entwicklung der Geburtenrate in Emden. Das kann doch nicht hingenommen werden! Es kann nicht angehen, dass GebĂ€rende zur Geburt ihres Kindes andere StĂ€dte aufsuchen mĂŒssen, weil hier die Kinderklinik geschlossen ist.

    Wir sehen Sie als OberbĂŒrgermeister in der Verantwortung den Emder BĂŒrgern, bzw. den Kindern und Jugendlichen gegenĂŒber, die wohnortnahe medizinische Versorgung wieder herzustellen.

    Die weiteren BegrĂŒndungen entnehmen Sie bitte dem nochmals beigefĂŒgten ersten Antrag.

    Sollte es der TrÀgergesellschaft um die finanzielle Belastung der Kinderklinik gehen, sei noch folgendes angemerkt:

    Um die Versorgung von Kindern und Jugendlichen sicherzustellen wird inzwischen von mehreren MinisterprĂ€sidenten/innen das Abschaffen der Fallpauschalen gefordert, ein Antrag diesbezĂŒglich wird am 18. September im Bundesrat eingebracht. Auch in der deutschen Ärztezeitung usw. plĂ€dieren die Ärzte fĂŒr den Wegfall des DRG-Fallpauschalen- Systems.

    • Antwort des OberbĂŒrgermeisters zum Antrag „Wiederinbetriebnahme der Kinderstation im Emder Hans-Susemihl-Krankenhaus“

    « Moin, sehr geehrter Herr Eichhorn,

    mit Ihrem Schreiben vom 8. Mai 2020 haben Sie die Wiederinbetriebnahme der Kinderstation im Emder Hans-Susemihl-Krankenhaus gefordert. Die Aufforderung zum Hochfahren und Wiederaufnehmen des normalen Betriebes an die KrankenhĂ€user steht unter den PrĂ€missen der niedersĂ€chsischen Verordnung ĂŒber BeschrĂ€nkungen im Krankenhausbetrieb zur BekĂ€mpfung der Corona-Virus-Krankheit COVID-19. 

    Darin wurden die KrankenhĂ€user dazu verpflichtet, 20 Prozent der BehandlungskapazitĂ€t auf Normalstation und 25 Prozent der intensivmedizinischen BehandlungskapazitĂ€t mit maschineller Beatmungsmöglichkeit fĂŒr die Behandlung von COVID-19 Patientinnen und Patienten freizuhalten. DarĂŒber hinaus sind die KrankenhĂ€user dazu verpflichtet, ihre BehandlungskapazitĂ€t fĂŒr an COVID-19 erkrankten Patientinnen und Patienten im Bedarfsfall innerhalb von 72 Stunden um weitere 20 Prozent der BehandlungskapazitĂ€t zu erhöhen (Sicherheitsreserve).

    Um die Sicherheitsreserve innerhalb von 72 Stunden aktivieren zu können sind die KrankenhĂ€user aufgefordert, die Trennung von Patientenströmen nach an COVID-19 Infizierten und Nicht-COVID-19 Infizierten aufrecht zu erhalten. Dazu ist es erforderlich, eine Schleusenstation fĂŒr Patientinnen und Patienten einzurichten, bei denen das notwendige negative Abstrichergebnis der Corona-Testung fĂŒr die Weiterbehandlung im Krankenhaus noch nicht vorliegt. 

    FĂŒr die Aufrechterhaltung der Schleusenstation werden die RĂ€umlichkeiten der Kinderstation dringend benötigt.

    Eine AbschĂ€tzung des weiteren Infektionsverlaufes nach der Lockerung der Auflagen lĂ€ĂŸt sich seriös nicht vornehmen, wann wieder zu den alten ZustĂ€nden zurĂŒckgekehrt werden kann, ist nicht absehbar. Die Verordnung tritt entsprechend erst mit Ablauf des 30.09.2020 außer Kraft.

    In der aktuellen Situation geht es ausschließlich darum, fĂŒr die Patientinnen und Patienten des Klinikum Emden die unter diesen UmstĂ€nden bestmögliche medizinische Versorgung sicherzustellen. Die Maßnahmen und EinschrĂ€nkungen am Klinikum Emden dienen entsprechend ausschließlich diesem Zweck und haben nicht das Ziel, kostenreduzierende oder kostenoptimierende Konzepte umzusetzen.

    Wie sich die weitere Entwicklung der KrankenhĂ€user an den drei Standorten darstellt, wird in einem weiteren Prozess erarbeitet. DiesbezĂŒgliche Entscheidungen obliegen dann dem Aufsichtsrat und liegen nicht im Ermessen der GeschĂ€ftsfĂŒhrung. 

    Eine dauerhafte Schließung der PĂ€diatrie in Emden wĂ€re im Übrigen eine Entscheidung, die nicht ohne Beteiligung des Land Niedersachsen getroffen werden kann. »

    • Antrag der GfE: Detaillierte Auskunft ĂŒber die im BĂŒrgerentscheid am 26. Mai 2019 abgestimmte „Rund-um-die-Uhr“-Notfallversorgung.

    Wir beantragen eine detaillierte Darstellung, wie die im BĂŒrgerentscheid angesprochene „Rund-um-die Uhr-Notfallversorgung“ fĂŒr die Emder Einwohner aussehen und funktionieren soll und wer dafĂŒr verantwortlich sein wird. DiesbezĂŒglich erwarten wir eine ausfĂŒhrliche, verbindliche Definition!

    « Sehr geehrter Herr OberbĂŒrgermeister Kruithoff,

    seit dem BĂŒrgerentscheid am 26. Mai 2019 sind inzwischen mehr als 14 Monate vergangen und eine konkrete Information durch die Verwaltung zur Notfallversorgung liegt seitdem noch nicht vor. Die GfE kann ein Vorankommen diesbezĂŒglich nicht erkennen. Von einer Sicherstellung der von den BĂŒrgern im BĂŒrgerentscheid bestĂ€tigten „Rund-um-die Uhr- Notfallversorgung“ ist nichts mehr zu hören.

    Da aber der BĂŒrgerentscheid durch den Rat abgesegnet und von ihm und der Verwaltung initiiert wurde, sehen wir die Stadt in der Verantwortung der Notfallversorgung – nicht nur nach einem eventuellem Bau einer Zentralklinik.

    Die Emder BĂŒrger haben nach nunmehr ĂŒber einem Jahr und zwei Monaten der Unsicherheit zum Thema Notfallversorgung, dass Recht auf eine ausfĂŒhrliche Darstellung, wie die „Rund-um-die-Uhr-Notfallversorgung“, die den BĂŒrgern immerhin durch den BĂŒrgerentscheid zugesichert wurde, funktionieren soll.

    Wir bitten um eine sehr zeitnahe Beantwortung unseres Antrages.

    Hier zur Erinnerung der Wortlaut der Fragestellung:

    „Sind Sie dafĂŒr, dass Ihre Stadt Emden unter Beibehaltung einer Rund-um-die-Uhr-Notfallversorgung in Emden

    gemeinsam mit dem Landkreis Aurich eine neue kommunale Klinik im Raum Georgsheil baut?“ »

    • Antwortschreiben der Stadt zur GfE Anfrage vom 23.07.20 zur Notfallversorgung bis zur Inbetriebnahme der Zentralklinik:

    « Eine Notfallversorgung wird gewÀhrleistet durch

    1. Hausarzt- und Facharztpraxen im Stadtgebiet und medizinische Notfallzentren an den Klinikstandorten (werktags)

    2. Anwesenheits- und Fahrdienst der KV-Bereitschaft außerhalb der normalen Sprechstundenzeiten (mittwochs, freitags, am Wochenende und an Feiertagen)

    3. Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch die zentrale Notaufnahme des Krankenhauses

    4. Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch Notarzt- und Rettungsdienst (stationiert an oder in der NĂ€he aller Krankenhausstandorte)

    – Derzeit Planung einer zusĂ€tzlichen Notfall-Triage-Praxis an jedem Standort, besetzt mit einem Allgemeinmediziner oder hausĂ€rztlichen Internisten des Krankenhauses, integriert in die zentrale Notaufnahme, in enger Zusammenarbeit mit der KassenĂ€rztlichen Vereinigung („Ein-Tresen-Lösung“, sog. Braunschweiger Modell)

    Ziel: Umsetzung nach notwendigen Umbauarbeiten im kommenden Jahr

    – AbhĂ€ngig von den zu erwartenden Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA): Implementierung eines INZ (Integriertes Notfall-Zentrum) in Aurich (nach den derzeitigen Strukturvorgaben ist eine kardiologische Fachabteilung mit Herzkatheterlabor Voraussetzung dafĂŒr)

    – Ab Inbetriebnahme der Zentralklinik: 1 .-4. wie oben

    Geplant: – Notfall-Triage-Praxen an den „Altstandorten“ mit telemedizinischer Anbindung an das Zentralklinikum Rund-um-die-Uhr-Anlaufstelle fĂŒr „fußlĂ€ufige“ NotfĂ€lle (leichte FĂ€lle werden vor Ort therapiert bzw. der hausĂ€rztlichen bzw. fachĂ€rztlichen Weiterbehandlung zugefĂŒhrt, schwere FĂ€lle werden von der Notfall-Triage-Praxis beispielsweise per Rettungsdienst in die Zentralklinik verbracht)

    (Ggf. zusÀtzlicher Notarztstandort am Zentralklinikum, ggf. zusÀtzliche oder erweiterte Rettungswache in der NÀhe des Zentralklinikums Voraussetzung: VerÀnderungen des Rettungsdienstbedarfsplans)

    Bei den Punkten 3. und 4. ist mit „Krankenhaus“ die Zentralklinik gemeint, da dann die drei KrankenhĂ€user in den StĂ€dten Emden, Aurich und Norden nicht mehr existieren! »

    • So sieht die „Rund-um-die-Uhr Notfallversorgung“ der Emder BĂŒrger aus, fĂŒr die sie am 26. Mai 2019 bei dem BĂŒrgerentscheid abgestimmt haben!

    Rainer Mettin:  « Unter der „Beibehaltung einer Rund-um-die-Uhr“-Notfallversorgung in Emden…“ » haben sich die Emder BĂŒrger und die GfE nach der Schließung des HSK etwas anderes vorgestellt!  »


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  • Da fĂ€ngt Politik an, unangenehm zu sein!

    Da fÀngt Politik an, unangenehm zu sein!

    Auch Helmut Bongartz von der Emder CDU scheint, wie die Bundes-CDU, die Vermischung von Politik und Wirtschaft gelassen zu sehen. Anders lassen sich die AusfĂ€lligkeiten des CDUFraktionsvorsitzenden nicht erklĂ€ren. HartnĂ€ckig stĂ€rkt man einem GeschĂ€ftsfĂŒhrer den RĂŒcken, der bislang hauptsĂ€chlich durch Hinhalteparolen, Falschaussagen und sonstige Sprechblasen aktiv war.

    Fakt ist, dass die GfE sich korrekt verhalten hat und wegen der NebentĂ€tigkeit des KlinikGeschĂ€ftsfĂŒhrers Claus Eppmann die Konsorten der TrĂ€gergesellschaft um PrĂŒfung der Angelegenheit aufgefordert hat. Helmut Bongartz hat vermutlich nicht mitbekommen, dass es der GeschĂ€ftsfĂŒhrer ist, der Kontakte mit einer privaten Firma in Köln hat und bis vor wenigen Tagen dort noch als Mitglied des Teams und des Beirates angefĂŒhrt wurde. Um es einmal mit den Worten von Helmut Bongartz zu erwĂ€hnen – „da fĂ€ngt Politik an, unangenehm zu sein!“

    Es ist im Übrigen kein Vorwurf der GfE, dass Claus Eppmann dort einer TĂ€tigkeit nachgeht(ging) sondern Fakt! Die GfE weist die Kritik des Fraktionsvorsitzenden der CDU aufs SchĂ€rfste zurĂŒck. Der schlechte Stil der CDU setzte sich auch am Donnerstag bei der Ratsitzung fort, wo sich die Partei ihrer Verantwortung entzog, ĂŒber die Kostenexplosion zu debattieren indem sie sich einem Komplott der anderen Parteien anschloss – und das, wo doch ausgerechnet durch die CDU der Vorschlag zu der 5-Prozent-Klausel im Konsortialvertrag aufgenommen wurde. Der Ratsmehrheit scheint es egal zu sein, dass sie die Stadt in unabsehbare finanzielle AbgrĂŒnde steuert, wenn sie weiterhin nibelungentreu an diesem Konsortialvertrag festhalten. Es ist höchste Zeit, auszusteigen und sich auf das Versprechen des OB – VorgĂ€ngers zu besinnen, nĂ€mlich “ zu unserem Krankenhaus zu stehen, auch wenn es Defizite verursacht.“

    Das tun andere Bereiche auch. Das absurde Schauspiel am vergangenen Donnerstag im Emder Rat, zeigt den Emder BĂŒrgern einmal mehr, dass es den etablierten Parteien nicht um Verantwortung und VerlĂ€sslichkeit geht, sondern um Machterhalt. Die Transparenz bleibt auf der Strecke. Das war ein billiger Trick, sich aus der Verantwortung zu ziehen. FĂŒr die GfE ist es auch nicht nachvollziehbar, dass sich der OberbĂŒrgermeister vor den Karren der vier Ratsfraktionen hat spannen lassen und die eindeutig an den KĂ€mmerer Jahnke gestellte Frage ausschließlich alleine beantwortete. So wurde aus der beantragten Aussprache im Rat nur ein einseitiger Monolog.

    Zum Schluss sei noch eine Frage erlaubt: Was ist der Unterschied zwischen einer „Ausstiegsklausel“ und „einer Möglichkeit, dass Projekt ab einem gewissen Punkt nicht mehr fortzufĂŒhrern“? Richtig: Keiner! Das ist nur Wortklauberei!

  • Gegendarstellung der GfE – Pressemitteilung vom 13.12.2019

    Klinikum Emden

    Den Aussagen von Herrn Eppmann und OberbĂŒrgermeister Tim Kruithoff muss entschieden widersprochen werden. Die GfE hat sich von Anfang an fĂŒr das Emder Krankenhaus eingesetzt und verwahrt sich jeglicher Anschuldigung, sie wĂŒrde dem Image des HSK schaden. Auch hat die GfE immer betont, dass die Mitarbeiter einen sehr guten Job machen und das Emder Krankenhaus eine hohe Kompetenz hat. Zudem ist es ein Widerspruch in sich, dass diejenigen, die sich fĂŒr den Erhalt des Emder Krankenhauses aussprechen, auf der anderen Seite das Haus „schlecht reden“ sollen. Herr Eppmann ist seinerzeit von der TrĂ€gergesellschaft mit dem Ziel eingestellt worden, den Neubau einer Zentralklinik einzuleiten. Davon zeugt alleine schon sein Ausspruch: „Die (hier: Zentralklinikgegner) machen wir platt“. Das anfangs von Eppmann vorgebrachte Argument der fehlenden FachkrĂ€fte zieht auch nicht mehr, da es diesen Mangel inzwischen in fast allen Berufszweigen gibt.

    Das heutige Image hat das Emder Krankenhaus denen zu verdanken, die durch Unterlassen von Verbesserungen das Emder Krankenhaus bewusst abgewirtschaftet haben. Hierzu zĂ€hlen u.a. die von den Betreibern des ersten BĂŒrgerbegehrens geforderten Einsparungen wie die NichtbeschĂ€ftigung von HonorarĂ€rzten oder ein Einkaufsverbund der drei HĂ€user.
    Mit Entsetzen muss die GfE in diesen Tagen feststellen, dass es der GeschĂ€ftsfĂŒhrung nach beinahe fĂŒnf Jahren erst jetzt einfĂ€llt, dass alle drei Standorte auch eine gemeinsame Einkaufsgemeinschaft bilden können.
    Zur Erinnerung: Bereits wĂ€hrend der Gerichtsverhandlung im Oldenburger Verwaltungsgericht hat Eppmann eingerĂ€umt, dass Investitionen im und am Emder Krankenhaus seit 2011 lediglich mit den pauschalen Fördermitteln vorgenommen wurden. Außerdem kann man es nicht oft genug wiederholen, dass der KĂ€mmerer Horst Jahnke bereits am 05.12.2013 der Presse erklĂ€rte, dass im Hinblick auf die Zentralklinik keine Fördergelder mehr beantragt werden!
    Die von den Politikern und der GeschĂ€ftsfĂŒhrung selbst zu verantwortende Situation in den drei HĂ€usern wird jetzt auch noch dramatisiert und sie als im Grunde baufĂ€llige Klitschen zum AbwĂ€hlen freigegeben, um den Zentralklinikgegnern die jahrelange Misswirtschaft anzulasten. Wir sind von Claus Eppmann schon vieles gewohnt, aber diese Aussagen zeugen davon, dass diese Nebelkerzen davon ablenken sollen, dass er bis heute noch kein richtiges Konzept vorliegen hat. Seit dem BĂŒrgerentscheid im Mai 2019 wurde noch nichts Konkretes auf den Tisch gebracht und eine –auch von der Politik versprochene Transparenz – hat es in Sachen Zentralklinik noch nie gegeben. Konkrete Informationen wurden immer wieder von Quartal zu Quartal verschoben und letztendlich wurde man vertröstet. Es gibt immer noch keine Strategie fĂŒr die Sicherstellung der HĂ€user bis zur Erstellung des Zentralkrankenhauses und wie die „Rund-um-die-Uhr-Notfallversorgung“ aussehen und funktionieren soll, hat man seit dem BĂŒrgerentscheid auch noch nicht gehört!
    Was hat eigentlich der hoch honorierte GeschĂ€ftsfĂŒhrer in all den Jahren an Leistungen speziell fĂŒr das Emder Krankenhaus erbracht?
    Die GfE akzeptiert den Ausgang des letzten BĂŒrgerentscheides, lĂ€sst es sich aber dennoch nicht nehmen, auf fehlerhafte Entwicklungen hinzuweisen und trotzt damit den stĂ€ndigen Anfeindungen der anderen Fraktionen im Emder Rat. Schließlich vertritt sie damit fast die HĂ€lfte der Emder WĂ€hler.

  • Das Haushaltsdefizit der Stadt Emden

    Der Fehlbetrag des Emder Klinikums, der dieses Jahr mit 2 Mio. € Mehrausgaben gegenĂŒber Vorjahrsverlusten, trifft schon ein Jahr frĂŒher ein als im Budgetplan 2019 angenommen wurde. Die RĂŒcklagen von 24 Mio. € aus der vorangegangenen Legislaturperiode sind in der Ära Bornemann aufgebraucht. In StadtkĂ€mmerer Jahnkes Laudation Rede zur Verabschiedung von OB Bornemann sprach er von immer ausgeglichen Haushalten in der Amtsperiode Bornemanns, vergaß jedoch zu bemerken, dass dies nur durch die Steuernachzahlungen des VW Konzerns möglich war.
    Doch woher kommen diese neuen Mehrkosten des Klinikum Emdens? In den vergangenen Jahren waren diese ca. 50% Überschreitung der Verluste in dieser Dimension nicht aufgetreten. Durch den Konsortialvertrag zwischen Emden und dem Landkreis hat das Klinikum Emden sĂ€mtliche EigenstĂ€ndigkeit im medizinischen und Finanzbereich verloren. Der große Planungsstratege Eppmann und sein Mitarbeiterpulk haben nach diesem Konsortialvertrag das Ruder zum Bau des Zentralkrankenhauses als auch die Regie in den bestehenden StandortkrankenhĂ€usern in Emden, Aurich und Norden ĂŒbernommen.
    Die ersten Schritte klangen verheißungsvoll. Synergien in Einkauf und GeschĂ€fts und PersonalfĂŒhrung sollten zu erkennbare Einsparungen fĂŒhren. Doch diese AnkĂŒndigungen des GeschĂ€ftsfĂŒhrers entpuppten sich sehr bald als FehleinschĂ€tzung und Falschinformation gegenĂŒber den BĂŒrgern. Dazu kam die Wochenendschließung der Geburtenstation und der Abbau an Hebammenpersonal. An sich doch Reduzierungen, die die Verluste des Emder Klinikums merklich hĂ€tten reduzieren mĂŒssen. Doch die Verluste erhöhten sich massiv.
    Dem Emder Stadtrat und dem Kreistag sind die HĂ€nde gebunden, weil man durch den per OB Bornemann und Landrat Weber letztlich geschlossenen Vertrag die Verantwortung und Planung komplett in die HĂ€nde der Konsorten gelegt hat. Ein RechnungsprĂŒfungsausschuss seitens der kommunalen Gebietskörperschaften ist nicht vorgesehen. Eine BegrĂŒndung der Mehrausgaben bleibt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Eppmann schuldig.
    Aber das werden noch nicht die schlimmsten BefĂŒrchtungen sein die sich schon jetzt in Sachen Finanzierungen abzeichnen: Eppman hat seinerzeit die Gesamtbaukosten (bis zur letzten Steckdose) mit 250 Mio. € beziffert. Das von der TrĂ€gerschaft eingesetzte Übergeordnete Generalplanungs- und ProjektsteuerungsbĂŒro hat nach kurzer PrĂŒfung die Messlatte der Gesamtkosten schon auf 350 Mio. € gelegt. Und als ob diese neuerliche Gesamtsumme nicht zu toppen wĂ€re: StaatssekretĂ€r Heiger Scholz schĂ€tzt die endgĂŒltige Bausumme auf ca. 400 Mio. €. Man darf gar nicht daran denken, dass öffentliche Bauvorhaben ihre eigene Dynamik entwickeln und letztlich ihre Mehrforderungen geltend machen.
    Der einzig ĂŒberbleibende Hebel dieser dĂŒsteren finanziellen Entwicklung ist der im Konsortialvertrag verankerte § 34, Abs. 5 beim dem eine BaukostenĂŒberschreitung der Gesamtbausumme von 250 Mio. € um mehr als 5 % der Gesamtkosten ĂŒbersteigt. Die GfE hat diese Entwicklung schon frĂŒhzeitig kommen sehen. Die Partner mĂŒssen sich in diesem Falle um eine neue Entscheidung der FortfĂŒhrung oder Beendigung des Projekts Zentralklinikum Georgsheil bemĂŒhen. (Diese Klausel wurde damals besonders auch von der Emder CDU mit Nachdruck gefordert)
    Sieht man die Finanzsituation in Emden und den Haushalt der nÀchsten Jahre werden die Steuereinnahmen wohl kaum diese finanzielle Utopie eines Zentralkrankenhauses rechtfertigen. Unter diesen Vorzeichen wird wohl auch die Kommunalaufsicht einschreiten und in Emden die Budgetaufstellung mitbestimmen.

  • GfE kritisiert die GeschĂ€ftsleitung der TrĂ€gergesellschaft der KrankenhĂ€user Aurich, Emden und Norden

    GfE kritisiert die GeschÀftsleitung der TrÀgergesellschaft der KrankenhÀuser Aurich, Emden und Norden

    Eine GeschĂ€ftsleitung, die keine Probleme hatte, mehrere hunderttausende Euro fĂŒr Werbezwecke auszugeben, um das Emder Krankenhaus zu schließen. Ein GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Herr Eppmann, der vor zwei Jahren den Emder BĂŒrgern einzureden versuchte, die neue ZK in Georgsheil sei bis auf die letzte Steckdose geplant. Wurde die Bevölkerung bewusst getĂ€uscht? Können diese von Herrn Eppmann genannten Planungsunterlagen gar nicht fĂŒr das Vorhaben in Georgsheil genutzt werden?

    Von Herrn Eppmann wurde jetzt jedenfalls die Einsetzung eines Planungsteams gefordert, was wiederum viel Geld kosten wird. Die Offenlegung dieser zusÀtzlichen Kosten wird verweigert. Dies alles geht zu Lasten des Etats der KrankenhÀuser, der Belegschaft der HÀuser und vor allem der Patienten, die auf eine funktionierende Gesundheitsversorgung bauen.

    Vor diesem Hintergrund macht die GfE der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der TrĂ€gergesellschaft zum Vorwurf, dass diese in der Vergangenheit ĂŒberhaupt nichts unternommen hat, um den absehbaren Engpass in der Versorgung mit Hebammen zu begegnen. Da hilft es auch nicht, die ewige Leier vom fehlenden Fachpersonal zu hören. Frau Dr. Gesang, Herr Eppmann, aber auch der Aufsichtsrat haben nur ansatzweise Lösungen zur Situation rund um die Versorgung mit Hebammen prĂ€sentiert. Die Tatenlosigkeit der GeschĂ€ftsfĂŒhrung mĂŒssen jetzt die Schwangeren und deren Familienangehörige ausbaden. Das kann die GfE so nicht akzeptieren und fordert die sofortige Öffnung und Besetzung der Geburtshilfestationen im Emder Krankenhaus auch an den Wochenenden.

    Es gibt genĂŒgend Lösungsmöglichkeiten zur Bereinigung des Problems; so hĂ€tte in der Vergangenheit mehr Personal eingestellt werden mĂŒssen, denn die Ursachen sind ja nicht neu. Die GfE erkennt aber nicht den Willen der GeschĂ€ftsleitung, diese Lösungen anzugehen. Dies verursacht zwar mehr Kosten, aber angesichts der Verschwendung der Gelder von der GeschĂ€ftsleitung sind diese Kosten als minimal zu bezeichnen.

    Jetzt rÀcht es sich, dass die Verwaltung unter der Leitung von Herrn Bornemann den Rat der Stadt Emden jegliches Mitspracherecht entzogen hat. Der Rat darf nur die angeforderten Finanzmittel der TrÀgergesellschaft abnicken. Er hat nicht einmal mehr das Recht, diese Mittelanforderungen abzulehnen.

    Die GfE wird den neuen OB der Stadt Emden bitten, dieses gesamte Konstrukt der TrĂ€gergesellschaft auf den PrĂŒfstand zu stellen. Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung kann nicht einzig und allein in die HĂ€nde einer ĂŒberforderten GeschĂ€ftsfĂŒhrung der TrĂ€gergesellschaft gelegt werden.